
18/06/2020
Wer mit mehreren Sprachen im Alltag zu tun hat, hat auch mit mehreren Kulturen zu tun. Wer mit mehreren Kulturen zu tun hat, hat mit Migration zu tun und wer mit Migration zu tun hat, hat manchmal auch mit der Hautfarbe-Thematik zu tun – in vielen Familien fragt das Kind irgendwann: „Mama/Papa, warum ist meine Haut schwarz und nicht weiß?” Doch nicht nur die Kinder, die mit mehreren Sprachen, mehreren Kulturen und mit Migration in ihrem Familienalltag zu tun haben, sollten sich mit der Thematik befassen, dass alle Kinder, egal welche Hautfarbe sie haben, gleich sind.
Mein heutiger Beitrag, du hast es schon erahnt, nimmt Bezug auf die aktuelle Situation und die antirassistische Bewegung, die uns nochmals deutlich machen, dass der Weg zu einer Gesellschaft, in der alle gleich behandelt werden, immer noch lang ist. Ein Blick in die Kinderliteratur macht es umso deutlicher: Kinder mit einer nicht weißen Hautfarbe sind nur selten präsent und wenn doch, dann nur in einer Nebenrolle. An der Stelle möchte ich auf einen sehr spannenden Artikel verweisen => https://www.goethe.de/de/kul/lit/20744202.html.
Kleine Kinder, die eine nicht weiße Hautfarbe haben, sollten sich mit Held*innen aus der Kinderliteratur identifizieren können, die ihnen ähnlich sind. Kleine Kinder, die eine weiße Hautfarbe haben, sollten sich mit Held*innen aus der Kinderliteratur identifizieren können, die eben nicht ihre Hautfarbe haben. Sie sollten damit aufwachsen, dass die Hautfarbe überhaupt keine Rolle im Leben spielt. Kinder mit einer nicht weißen Hautfarbe, sollten ganz selbstverständlich die Hauptfigur von Kinderbüchern sein, ohne dass Themen wie Rassismus, Migration oder Integration in der Geschichte thematisiert werden, ohne dass Klischees die Geschichte prägen. Sie sollten ganz selbstverständlich dazugehören und ganz selbstverständlich – wie jedes andere Kind namens Conni oder Max – im Zentrum stehen. Diese Kinder haben das Recht, ihre Identität selbst finden zu können und sich mit ihrer Hautfarbe wohl zu fühlen.
Als ich mich auf die Suche nach Bilderbüchern mit dunkelhäutigen Kindern als Hauptfigur begab merkte ich wie mühsam es ist, welche in deutscher Sprache zu finden. Im englisch-, französisch- und spanischsprachigen Raum gibt es wesentlich mehr. Daher gibt es heute von mir auch Bücher, die – meines Wissens nach – nicht ins Deutsche übersetzt wurden.
BÜCHER, DIE IN DEUTSCHER SPRACHE NICHT VORHANDEN SIND:
BÜCHER, DIE IN DEUTSCHER SPRACHE VORHANDEN SIND:
Ich begleite euch auf eurem Weg!
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Dr. Adeline Hurmaci
"Mehrsprachig erziehen ist eine Kunst; die Kunst, bei seinem Kind die innere Motivation für das Lernen seiner Sprachen zu pflegen."
Ich weiß, wie es sich anfühlt, in der Öffentlichkeit eine andere Sprache mit seinem Kind zu sprechen; ich weiß, wie es sich anfühlt, mit mehreren Sprachen im Familienalltag zu jonglieren; und ich weiß, welche Sorgen euch als Eltern begleiten.
Mein Name ist Dr. Adeline Hurmaci, ich komme gebürtig aus Frankreich, bin promovierte Kulturwissenschaftlerin und Expertin für frühkindliche Mehrsprachigkeit. Zusammen mit meinem türkisch sprechenden Mann ziehen wir unsere zwei Söhne (8 und 2) dreisprachig auf.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, in der Öffentlichkeit eine andere Sprache mit seinem Kind zu sprechen; ich weiß, wie es sich anfühlt, mit mehreren Sprachen im Familienalltag zu jonglieren; und ich weiß, welche Sorgen euch als Eltern begleiten.
Ich weiß auch, dass eine erfolgreiche und glückliche Mehrsprachigkeit keine Selbstverständlichkeit ist und „Arbeit” erfordert. Und gleichzeitig weiß ich, dass sie nicht zu einer zusätzlichen Belastung für die Familie werden dürfte, sondern sich leicht und bereichernd anfühlen sollte.
Deshalb habe ich Herzenssprachen im Jahr 2019 ins Leben gerufen. In den letzten fünf Jahren habe ich mit meiner Methode schon über 80 Familien auf ihrem Weg zur glücklichen Mehrsprachigkeit erfolgreich begleitet.
2024 © Dr. Adeline Hurmaci Impressum Datenschutzerklärung
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